Design Thinking

Wirtschaftlichkeit und der Erfolg am Markt sind die Faktoren, die unternehmerisch nachhaltig in der Gesellschaft haften bleiben. Das bedeutet kontinuierliche Veränderungen und Weiterentwicklung von Produkten. Prozessen und Dienstleistungen. Wie entwickeln wir heute neue Ideen und Innovationen?

Wie bringen wir diese schneller und effektiver in die Welt? Was bedeutet das für die Organisation von Unternehmen? Eine Methode um diese Fragestellungen zu lösen nennt sich „Design Thinking“.

Hinter Design Thinking steckt die Idee, dass Menschen mit unterschiedlichen Funktionen kreativ zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungen und Konzepte entwickeln, die aus Anwendersicht überzeugend sind. Das bedeutet, dass Innovation aus der Schnittmenge der gleichberechtigten Faktoren Mensch, Technologie und Wirtschaft entsteht. Die Methode ist eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Prototyping und Lernen (siehe hierzu https://de.wikipedia.org/wiki/Design_Thinking).

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Methode ist die Bereitstellung von flexiblen Raumkonzepten mit einem größeren Platzangebot für das Team. So werden bspw. Whiteboards, Stehtische und Material zur schnellen Erstellung von Prototypen zur Verfügung gestellt. In Unternehmen kommt dies in sog. Corporate Think Tanks zur Anwendung.

Die Methode baut auf einem Phasenmodell auf, dass hauptsächlich für die Orientierung und grobe Strukturierung der kreativen Prozesse gedacht ist. Dabei sind die Phasen der Methode nicht notwendigerweise nacheinander zu durchlaufen. Erwünscht ist durchaus das Vor- und Zurückspringen in andere Phasen an einem beliebigen Zeitpunkt.

Es gibt verschiedene Modellierungsformen der Design-Thinking-Methode. Die Methode, die an der Stanford University gelehrt wird, enthält sechs Phasen:

  1. Understand

Zunächst geht es darum, dass Problemfeld zu verstehen. Die Teammitglieder sollen Experten werden. Dazu wird ein Glossar angelegt und Recherchemaßnahmen geplant und eingeleitet.

  1. Observe

Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Zielgruppe, die umfassend und vorurteilsfrei durch Beobachten, Befragen und Interagieren durchgeführt wird.

  1. Point-of-view

Durch Storytelling werden die gewonnen Einsichten zu einem gemeinsamen Standpunkt zusammengeführt. Es wird ein Gesamtbild generiert und Informationen zusammengefasst.

  1. Ideate

Durch z.B. Brainstorming erfolgt die Ideengenerierung. Ziel ist das produzieren möglichst vieler Ideen mit anschließender Strukturierung. Aus diesen Ideen werden die vielversprechendsten bezüglich Attraktivität, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit ausgesucht. Hierbei ist die Attraktivität etwas stärker zu gewichten als Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit, da die Methode stärker am Menschen orientiert ist.

  1. Prototype

Die ausgewählten Ideen werden schnell durch Prototypen ausprobiert. Dies können Papiermodelle, ein Rollenspiel oder ähnliches sein. Es geht darum, die Ideen zu verstehen und weiterzuentwickeln. Dies geschieht durch mehrere Iterationen.

  1. Test

Wenn die Prototypen konkreter werden, erfolgt der Dialog mit den Anwendern und das Feedback gibt weitere Ansatzpunkt für Verbesserungen und Alternativen. Damit wird der Prototyp sukzessive immer weiter verbessert. Es kann aber auch dazu führen, dass die Idee verworfen wird.

Andere Methoden-Varianten beschreiben ein Zyklus von fünf Phasen, wobei der Unterschied geringfügig ist und in der veränderten Benennung der Phasen und der Zusammenlegung der Phasen „Understand“ und „Observe“ zu „Emphaty“ bzw. „Emphatize“ besteht.

Quellen:

Literatur

Durch die Decke denken: Design Thinking in der Praxis von Jürgen Erbeldinger,Thomas Ramge,Jürgen;

Dorothy Leonard-Barton (1995), Wellsprings of Knowledge: Building and Sustaining the Sources of Innovation, Harvard Business School Press.